Einiges Kopfzerbrechen bereitet den Fachleuten des Abwasserverbands, dass ihre Pumpen einem Dauerbeschuss durch Feuchttücher ausgesetzt sind. Die Anlagen, die das Abwasser zur Kläranlage leiten, sind durch die Tücher stark gefährdet.
Doch nicht nur feuchtes Toilettenpapier haben die Mitarbeiter des Abwasserverbandes im Visier, auch Baby-Feuchttücher ebenso wie Brillenputz-, Erfrischungs- und Abschminktücher. Diese sind wahre Wunderdinger. Sie bleiben feucht ohne zu riechen, sie reinigen gründlich und reißen nicht.
Jens-Uwe Banachowicz, Meister Kläranlagen beim AV „Untere Döllnitz“, erklärt: „Die langen Fasern der reißfesten, feuchten Tücher lösen sich im Abwasser nicht auf und umwickeln die Laufräder unserer Pumpen, die Feststoffe im Abwasser zerkleinern sollen. Da kommt es schnell zu Störungen und die Pumpe, übrigens meist ganz in der Nähe des Verursachers, fällt aus.“ Das wirkt sich sogar auf die Gebühren aus, gibt er zu bedenken. Denn fast die gesamte Menge des Abwassers wird mit Hilfe von Pumpwerken zur Reinigung auf die 12 Kläranlagen im Verbandsgebiet gefördert. Und wenn die Pumpen häufig repariert oder ausgetauscht werden, steigen die Kosten für die Abwasserreinigung. Außerdem könne es auch zu Rückstau im Kanal kommen, wenn bei defekten Pumpen das Abwasser nicht weiter abgeleitet werden kann. Jens-Uwe Banachowicz rät: „Das muss alles nicht sein. Beachten Sie einfach die Hinweise auf den Packungen! Entsorgen Sie die benutzten Tücher genau wie Babywindeln und Kosmetiktücher in den Abfalleimer.“
Übrigens, wird das Thema in einem „Erklärfilm von Jung Pumpen“ toll veranschaulicht. Klicken Sie einfach hier.
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