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Feuchttücher bitte nicht ins Klo! 07.03.2017
Einiges Kopfzerbrechen bereitet den Fachleuten des Abwasserverbands, dass ihre Pumpen einem Dauerbeschuss durch Feuchttücher ausgesetzt sind. Die Anlagen, die das Abwasser zur Kläranlage leiten, sind durch die Tücher stark gefährdet.
 
Doch nicht nur feuchtes Toilettenpapier haben die Mitarbeiter des Abwasserverbandes im Visier, auch Baby-Feuchttücher ebenso wie Brillenputz-, Erfrischungs- und Abschminktücher. Diese sind wahre Wunderdinger. Sie bleiben feucht ohne zu riechen, sie reinigen gründlich und reißen nicht.

Jens-Uwe Banachowicz, Meister Kläranlagen beim AV „Untere Döllnitz“, erklärt: „Die langen Fasern der reißfesten, feuchten Tücher lösen sich im Abwasser nicht auf und umwickeln die Laufräder unserer Pumpen, die Feststoffe im Abwasser zerkleinern sollen. Da kommt es schnell zu Störungen und die Pumpe, übrigens meist ganz in der Nähe des Verursachers, fällt aus.“ Das wirkt sich sogar auf die Gebühren aus, gibt er zu bedenken. Denn fast die gesamte Menge des Abwassers wird mit Hilfe von Pumpwerken zur Reinigung auf die 12 Kläranlagen im Verbandsgebiet gefördert. Und wenn die Pumpen häufig repariert oder ausgetauscht werden, steigen die Kosten für die Abwasserreinigung. Außerdem könne es auch zu Rückstau im Kanal kommen, wenn bei defekten Pumpen das Abwasser nicht weiter abgeleitet werden kann. Jens-Uwe Banachowicz rät: „Das muss alles nicht sein. Beachten Sie einfach die Hinweise auf den Packungen! Entsorgen Sie die benutzten Tücher genau wie Babywindeln und Kosmetiktücher in den Abfalleimer.“
 
Übrigens, wird das Thema in einem "Erklärfilm von Jung Pumpen" toll veranschaulicht. Klicken Sie einfach hier.
 
Ihr Abwasserverband „Untere Döllnitz“

Rückstausicherung und Schutz gegen Überflutung 07.07.2016
Alljährlich erreichen den Abwasserverband nach Starkniederschlagsereignissen mehrheitlich erboste Anrufe und Schreiben von Betroffenen, deren Keller voll Abwasser gelaufen sind oder deren Grundstücke aus dem Straßenraum mit Wasser und Abwasser überflutet wurden.

Wir verstehen den Frust unserer Kunden, müssen aber auch darauf hinweisen, dass wir das Wetter nicht beeinflussen können. Und wenn es zu extremen Starkniederschlagsereignissen wie z.B. in Teilen von Oschatz am 15.06.2016 mit Wassermengen über 20 Liter pro m² in nur 15 Minuten kommt, gibt es keine Kanalisation (Anlage), die wirtschaftlich sinnvoll in der Lage wäre, mit solchen Wassermengen klar zu kommen.

Kanalisationen werden heute nach statistischen Regenauswertungen bemessen, die der Deutsche Wetterdienst zur Verfügung stellt. In der Regel für Regenereignisse, die statistisch aller 2 oder 3 Jahre vorkommen. In unserer Region sind das Regen mit einer Wassermenge um die 14 Liter pro m² in 15 Minuten oder 22 Liter pro m² in einer Stunde.

Wie zu sehen ist, hält sich die Natur aber nicht an Statistiken. Denn allein in Oschatz kamen am 23.05.16 insgesamt 30 Liter pro m² in einer Stunde und am 15.06.16 dann schon wieder 20 Liter pro m² in nur 15 Minuten vom Himmel. Also in nur kurzem Abstand Regenereignisse, die nach der Statistik nur aller 10 Jahre einmal auftreten.

Der Rückstau oder der Überstau aus Kanalistationen bei solchen Regen ist also betriebstechnisch gesehen, ganz normal. Aus diesem Grund enthalten alle Satzungen von Abwasserentsorgern, Regelungen, dass sich die Grundstückseigentümer auch entsprechend selbst vor solchen Ereignissen schützen müssen.
Bei uns finden Sie die entsprechende Bestimmung in § 17 der Abwassersatzung, hier auf der Hompage unter "Kundenservice" und weiter "Satzungen".

Auf was Sie bei Ihrem Rückstauschutz achten müssen, das haben verschiedene
Abwasserentsorger und Hersteller sehr anschaulich in kleinen Erklärungsvideos
dargestellt. Nutzen Sie das Internet z.B. mit "youtube" und geben Sie dort in die Suchleiste "Rückstau Münster" oder "Rückstauschutz mal verständlich erklärt" ein, Sie werden tolle Erläuterungen zum Thema finden.
 
Unseren Flyer "Schutz vor Rückstau" finden Sie hier oder als Papier in der Verbandsverwaltung.
 
Ihr Abwasserverband "Untere Döllnitz"

Buntes Programm bei der 2. Kleinen Gartenschau in Oschatz 07.06.2016
Viel Spiel und Spaß konnten die Kinder auf der Aktionsfläche des Abwasserverbandes "Untere Döllnitz" bei der Gartenschau erleben.
 
Großer Andrang herrschte aufgrund der Temperaturen am "Kanalsystem". Hier konnten die Jüngsten matschen, während die Eltern dem Bühnenprogramm oder den Erläuterungen zur Kanalvideotechnik lauschten.
 
Auch beim Spiel zum Thema "Die Toilette ist kein Mülleimer", konnten die Besucher ihr Wissen zur Entsorgung von Feuchttüchern, Wattestäbchen oder Medikamenten testen.
 
Ihr Abwasserverband "Untere Döllnitz"

Weltwassertag 2016 22.03.2016
Mehr als ein Job - Arbeit in der Wasserwirtschaft!
 
Der diesjährige Weltwassertag am 22.03.2016 steht unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen damit die Wasserwirtschaft und ihre facettenreichen Arbeitsplätze: Die Wasserver-, Abwasserentsorgung sowie die Gewässerunterhaltung vereinen vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten mit nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Aufgaben.
 
In der Wasserversorgung zu arbeiten heißt, die Versorgung mit unserem wichtigsten Lebensmittel sicherzustellen – Trinkwasser. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr liefert die deutsche Wasserwirtschaft sauberes und schmackhaftes Trinkwasser, das direkt aus der Leitung genutzt werden kann. Damit das Trinkwasser von der Quelle bis zum Hausanschluss gelangt, sind viele Arbeitsschritte nötig. Die Wasserversorger erledigen sie zuverlässig mit qualifizierten Beschäftigten in vielfältigen Berufsfeldern.
 
Abwasserentsorgung bedeutet Umweltschutz: Mit der Entsorgung von Abwasser aus häuslichem, gewerblichem und industriellem Gebrauch werden Krankheiten und Seuchen vermieden und die Umwelt geschützt. Von den ersten Kläranlagen des 19. Jahrhunderts, mit denen hauptsächlich Epidemien eingedämmt werden konnten, bis zu der Anwendung von hochentwickelten technischen Verfahren in der heutigen Zeit können mittlerweile auch Wertstoffe, Wärme und Energie aus dem Abwasser recycelt und gewonnen werden. „Damit bieten sich im Abwasserbereich viele interessante berufliche Tätigkeiten mit großem Entwicklungspotenzial“, erklärt Jens-Uwe Banachowicz, Meister Kläranlagen beim Abwasserverband „Untere Döllnitz“.
 
In der Gewässerunterhaltung werden Ufer, Schutzflächen und Gewässer nach biologischen und landschaftspflegerischen Gesichtspunkten entwickelt und kultiviert. Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung der wasserwirtschaftlichen und naturräumlichen Funktion bis hin zur Schiffbarkeit. Dabei steht möglichst ganzheitlich Renaturierung und Umweltschutz im Vordergrund.
 
Die Wasserwirtschaft wird morgen genauso gebraucht wie heute. „Wasser und Arbeitsplätze“ bedeutet deshalb mehr als die Verrichtung eines Jobs. Es ist die Arbeit für das Gemeinwohl, für Umweltschutz und für die Sicherung der natürlichen Ressourcen. Wasser und Arbeitsplätze betrifft sowohl die derzeit lebenden als auch alle künftigen Generationen.
 
Ihr Abwasserverband „Untere Döllnitz“


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